"Was der Papst so spricht"
Gesprächsabende mit Gemeindereferentin Gabriele Hartmann
zur Enzyklika Laudato Si von Papst Franziskus über die Sorge für das gemeinsame Haus
zur Enzyklika Laudato Si von Papst Franziskus über die Sorge für das gemeinsame Haus
Es war unabgesprochen und ergab sich wie von selbst: Kaum waren wir durch die Hl. Pforte durch, steckten wir die Köpfe zusammen wie Eishockeyspieler vor dem Anpfiff, sprachen das Glaubensbekenntnis und das Vaterunser. Dann umarmten wir uns gegenseitig und wünschten uns "happy millennium". So geschehen, als ich im Jubiläumsjahr 2000 zum Weltjugendtag in Rom war. Ein unvergesslicher Moment, viel eindrücklicher als Silvester oder sonst etwas beim Übergang ins neue Jahrtausend.
Der Lichtmesstag am 2. Februar nimmt ein biblisches Ereignis zum Festanlass: Weil das mosaische Gesetz vorschrieb, ein neugeborenes Kind innerhalb von 40 Tagen nach seiner Geburt, in den Tempel zu bringen, beachteten auch die Eltern Jesu diese traditionelle Vorschrift. Gemäß dieser Regel galt der Akt der Reinigung der Mutter. Später, ab ca. 650 wurde daraus in der Westkirche (Rom) ein Fest Mariens: „Reinigung Marias“ und der 2. Februar zu einem Hochfest der Gottesmutter.
Am 13. Dezember 2015 wurde die Pforte der Barmherzigkeit an der Stiftskirche in Berchtesgaden feierlich eröffnet. Die Besucher des Gottesdienstes am Abend des dritten Adventsonntag erlebten einen feierlichen, vorweihnachtlich besinnlichen Gottesdienst mit, der Gelegenheit zur inneren Einkehr und Stille bot und in seiner eher schlicht gehaltenen Ausrichtung der päpstlichen Grundhaltung entsprach und auch die Grundsätze des Patrons des neu gegründeten Pfarrverbands verinnerlichte, der die „Treue im Kleinen“ als Vorsatz seines Lebens gewählt hatte.
Sehen Sie hier eine kleine Bilderreihe anlässlich der Eröffnung der Pforte der Barmherzigkeit in Berchtesgaden. Sie hören dazu grundlegende Texte zum Thema „Barmherzigkeit“, die als Audioschleife beim Durchschreiten der Heiligen Pforte zu hören sind.
Vor etwa 32 000 Jahren tauchte ein Jugendlicher seine Hand in roten Lehm und drückte sie gegen eine Höhlenwand von Pont-d'Arc in der Ardèche (Region Rhône-Alpes). Vor 32 000 Jahren, das ist eine Ewigkeit. Warum drückte dieser Mensch seine Hand auf den Felsen? Weil er morgen sehen wollte, dass er gestern da war. Um sich selbst auch morgen noch – vielleicht neu – zu entdecken.
Im Gefängnis wollten wir Bischof Manfred eine Geschenk zum Abschied machen – ein Weihnachtsgeschenk und zugleich eine Abschiedsgabe der Häftlinge. Auf einem weißen Messkleid mit dem offiziellen Logo zum Jubliläumsjahr der Barmherzigkeit drückten Häftlinge ihre Hände ab, bunt wie der Haufen und das Leben das dahinter steht. Was bedeuten diese Hände auf dem Messkleid? Hände, die vielfach etwas Schlechtes getan hatten, doch im Gottesdienst die Hand zum Friedensgruß ausstrecken, die Kommunion empfangen, die Krankensalbung. Hände die ihre Gaben zum Altar bringen und um Wandlung beten.
Berchtesgaden – Am Neujahrstag, dem Hochfest der Gottesmutter Maria, fand in der Stiftskirche ein besonders feierlicher Festgottesdienst statt. Auf einer Stehleiter stehend entzündete Mesner Dirk Eggenweiler vor Beginn des Gottesdienstes die Kerzen an den drei Kristalllüstern. Ein schwindelfreier Ministrant zündete derweilen die Kerzen auf dem Giebel des Hochaltars an.
Berchtesgaden – Zahlreiche Gläubige hatten sich am Silvesterabend in der Stiftskirche eingefunden, um in einer feierlichen Andacht das abgelaufene Jahr zu verabschieden und das neue Jahr zu begrüßen. „Mit dem Jahreswechsel verbinden sich Hoffnungen, Wünsche, manchmal Sorgen und mitunter auch Angst“, stellte Pfarrer Dr. Thomas Frauenlob in seiner Begrüßung fest. Diesen positiven und negativen Erwartungen stellte er ein Zitat des amerikanischen Schriftstellers Harold Borland entgegen: „Das Jahresende ist kein Anfang und kein Ende, sondern ein Weiterleben mit der Weisheit, die uns die Erfahrung gelehrt hat.“
Am Sonntag nach Weihnachten präsentierte sich die Stiftskirche im Festgewand. Vom prächtig geschmückten Hochaltar grüßte das Christkind im Strahlenkranz. Das dreiteilige Festantependium aus feuervergoldetem Kupferblech mit aufgelegten Silbertreibarbeiten, das Fürstpropst Cajetan Anton Notthafft 1735 vom angesehenen Augsburger Goldschmied Franz Thaddäus Lang zusammen mit dem Tabernakel anfertigen ließ, schmückt den Hochaltar nur zu den Festzeiten von Weihnachten und Ostern.
Am 08.12.2015 hat Papst Franziskus im Petersdom das Heilige Jahr 2016 ausgerufen und die seit 15 Jahren verschlossene Heilige Pforte des Petersdoms geöffnet. Auch bei uns haben Gläubige die Gelegenheit, eine Heilige Pforte zu durchschreiten. Am Sonntagabend wurde im Rahmen eines festlichen Gottesdienstes die „Pforte der Barmherzigkeit“ am Nordtor der Stiftskirche eröffnet.
Nach dem Kirchweihsonntag präsentierte sich die Stiftskirche am Christkönigssonntag erneut im Festtagsgewand. Zahlreiche Gläubige feierten den Festgottesdienst anlässlich der Gründung des Pfarrverbandes Stiftsland Berchtesgaden mit, der von Weihbischof Wolfgang Bischof zelebriert wurde.