"Ihr leistet einen wichtigen Dienst"

Einführung und Vorstellung der neuen Ministranten des Pfarrverbandes Stiftsland Berchtesgaden in der Stiftskirche

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Nur wenige Stunden, nachdem Weihbischof Wolfgang Bischof in einer feierlichen Pontifikalvesper den um die Pfarreien Bischofswiesen, Strub und Winkl erweiterten Pfarrverband Stiftsland Berchtesgaden offiziell verkündet hatte, zogen beim sonntäglichen Pfarrgottesdienst auch einige der Ministranten, die in den sechs Pfarreien des Pfarrverbandes heuer ihren Dienst beginnen, mit in die Stiftskirche ein. Die jungen "Neu-Ministranten" nahmen zunächst in der ersten Bankreihe Platz.

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Kaplan Josef Rauffer begüßte die neuen Ministranten und gab seiner Freude darüber Ausdruck, dass einige der Erstkommunionkinder sich bereit erklärt hätten, künftig den Ministrantendienst zu leisten. Er habe, fuhr Rauffer fort, einmal im Internet "gegoogelt", was man am Sonntag alles machen kann. Auf "Google" finde man tatsächlich zahlreiche Ratschläge, wie man den Sonntag am besten verbringen kann. Der Kaplan wandte sich direkt an die Neu-Ministranten und fragte sie nach beliebten Sonntagsbeschäftigungen.

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Die Antworten, die er von den Ministranten bekommen habe, erklärte Rauffer, hätten sich allesamt auch bei den Google-Tips gefunden. Dann fragte er die Ministranten, was wohl nicht in Google erwähnt worden sei. "In die Kirche gehen", antwortete ein Bub. Tatsächlich kommt der sonntägliche Kirchgang unter den zahlreichen Ratschlägen für die Sonntagsbeschäftigung überhaupt nicht vor. "Während andere es sich also gut gehen lassen, leistet ihr einen Dienst, müsst teilweise früh aufstehen und gelegentlich öfters hintereinander ministrieren", sagte er zu den Ministranten. "Aber der Ministrantendienst ist nur auf den ersten Blick ein Opfer." Kaplan Rauffer verwies auf das Evangelium, in dem berichtet wird, welch bedingungslose Nachfolge sich Jesus von den Menschen wünscht: "Lass die Toten ihre Toten begraben, du aber geh und verkünde das Reich Gottes!" - "Keiner, der die Hand an den Pflug gelegt hat und nochmals zurückblickt, taugt für das Reich Gottes." "Jesus, will, dass wir mit ganzem Herzen bei der Sache sind." Mit ganzem Herzen bei der Sache sein - das war der erste Wunsch des Kaplans an die neuen Ministranten. Der zweite Wunsch hatte mit der Tatsache zu tun, dass Ehrenamtliche, aber auch Priester, in Gefahr sind, überbeansprucht oder gar "verheizt" zu werden. Rauffer erinnerte an Moses und den Dornbusch, der brannte, aber nicht verbrannte, weil Gott in ihm war. "Wenn wir für die Sache Gottes brennen, sorgt er dafür, dass wir nicht verbrennen oder verheizt werden."

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Nach einem Segensgebet erklommen die neuen Ministranten die Stufen zu ihrem künftigen "Arbeitsplatz", dem Presbyterium.

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Vor der Wandlung war noch mal das Eingreifen des Kaplans nötig, aber dann klappte das erste Ministrieren ohne weitere Zwischenfälle.

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Andreas Pfnür
30. Juni 2019

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