Jesus in der Notfallseelsorge

Liebe Mitchristen im „Kessel“!

Es ist der Zeit und den Umständen dieser Tage geschuldet, dass in den heurigen Ostertagen das Evangelium aus der Überlieferung des Hl. Lukas nicht so wie gewohnt in unser Bewusstsein eingedrungen ist. Es handelt sich um Lk 24,13-35. Darin geht es um die Flucht der beiden Jünger in den Nahe bei Jerusalem gelegenen kleinen Ort Emmaus. Einer von den beiden, Kleopas, wird sogar namentlich genannt. Beide sind enttäuscht, frustriert und haben sozusagen das Handtuch geworfen denn ihre Zukunftsvorstellungen mit dem so hoffnungsstarken Jesus haben sich ihrer Meinung nach zerschlagen. Doch von Jesus weglaufen ist keine Lösung. Wir sollten immer zu ihm hinlaufen. 

Jesus ist gestorben. Er ist auferstanden  und es entgeht ihm nichts, was für seine Freunde von Bedeutung und von Wichtigkeit für ihre Gemeinschaft mit ihm ist. So auch das nicht, was Kleopas und seinen Gefährten gerade wegen der zurückliegenden Ereignisse innerlich bewegt. Jesus ist präsent, das sollte uns mit dieser wunderbaren Begegnung der Männer erfahrbar gemacht werden und erfahrbar bleiben heute morgen und bis in alle Zukunft hinein für alle Generationen.

Es ist erstaunlich, dass sie Jesus nicht erkannten, geradeso wie es Maria Magdalena erging, als sie ihn für den Gärtner hielt. Die Begründung dafür lautete knapp: " Ihre Augen waren gehalten." Lukas 24,16 Im Grunde bedeutet dies: sie rechnen überhaupt nicht mit ihm und Jesus denkt nicht daran, sich zu erkennen zu geben, indem er mit dem Vorzeigen seiner Wunden, seine Identität preisgibt. Das bedeutet wiederum für uns bis heute, dass Jesus immer gegenwärtig ist, unsere Nähe wünscht und sucht, sich aber noch lieber von uns suchen lässt. Er will die Aufregung nehmen und Ruhe und Normalität in die Seelen der aufgewühlten Menschen einfügen. Jesus betreibt Notfallseelsorge. Er ist da, lässt die Menschen darüber berichten, was sie innerlich bewegt und führt sie noch einmal zurück in die Mitte der erlebten Geschehnisse, auch wenn er dabei ein wenig ahnungslos und uninformiert hin -sichtlich dessen ,was alle schon wissen, dasteht. Inwieweit die Erklärungen und Deutungen Jesu, alles ist schon gesagt und beschrieben bei Mose und den vielen Propheten die beiden Jünger beeindruckt haben, wird zunächst nicht beschrieben. Doch Jesus  hat beiden behutsam und einfühlsam Herz und inneres Sehvermögen geöffnet. 

Deshalb wird  Ihnen auch sofort klar,  nachdem  sie  Jesus gedrängt hatten: "Bleibe bei uns, denn es wird Abend und der Tag hat sich schon geneigt ",Lk 24,29 dass das Brotbrechen nur einem zugeordnet  werden kann: Jesus selbst. Jetzt wird alles klar, alles kann zugeordnet werden, die Empfindungen, die brennenden Herzen, die Erklärungen und die biblische Hinweise. Was will Jesus  nun noch mehr. Er ist entdeckt. Er ist gefunden. Er hat sich eingebrannt in die verzweifelte Jüngerherzen. Dort wohnen zu können und wohnen zu bleiben, das heißt für Jesu eine Heimat  gefunden zu haben.

Pfarrvikar Bernhard Bielasik

 

3. Sonntag der Osterzeit

 


 

Gebetsvorlagen zum 3. Sonntag in der Osterzeit

 


 

Gedanken zum Brotbrechen von Diakon Michael König:

Was ist mit Lieschen Müller? Fragen über Fragen...

 

 

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