Die 10 Gebote als Gebrauchsanweisung

Reformationsgedenken mit Kurienkardinal Kurt Koch in der Stiftskirche

Die altehrwürdige Stiftskirche war Ort eines ökumenischen Reformationsgedenkens anlässlich des 500. Jahrestages der Reformation und als besonderer Gast zelebrierte Kurt Kardinal .Koch, der Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen, ein feierliches Pontifikalamt.

Festliches Orgelspiel begleitete den liturgischen Einzug der Geistlichkeit, angeführt von Ministranten aus dem gesamten Stiftsland und mit dabei der evangelische Ortspfarrer Peter Schulz. Pfarrer Monsignore Thomas Frauenlob begrüßte den Schweizer Kurienkardinal als den „Ökumene-Minister des Vatikans“ besonders herzlich zum Abendgottesdienst. Im Chorraum hatten sich zusätzlich die hiesigen Franziskanerpatres Terentian und Benno, die beiden Pfr. i. R. Hans Fischer und Josef Zierl, Pfarrer Helmut Bauer, Kaplan Gerhard Wiesheu, die Diakone Michael König und Karl Bodinger usowie die Gemeindereferentin Gabriele Hartmann um den Altar versammelt.

Kardinal Koch dankte für die freundliche Einladung zur Feier des Gottesdienstes, denn dies bedeute Heilsdienst feiern. Ausgehend vom Sonntagsevangelium meinte Kardinal Koch in seiner Predigt, die Aufforderung Jesu zur Einhaltung der Gebote sei schon eine etwas eigenartige Auffassung von christlicher Liebe und erläuterte dann den Dekalog, die 10 Gebote, als Gebrauchsanweisung für das alltägliche Leben.

Das Pfingstfest biblisch mit Feuer und Sturm verbunden ist Zeichen der Erinnerung an das Geschehen am Berge Sinai und bedeute quasi die Geburt der Kirche durch den Heiligen Geist, und so sind die zehn Gebote nicht abgetan, sondern Zeichen der Liebe Gottes zu den Menschen und Zeichen für unsere Freiheit. In ihnen, so der Kardinal stecken 10 große Ja, z. B. sei das 7. Gebot das Ja zur sozialen Verantwortung. Im Ausblick auf Pfingsten wie im Reformationsgedenken bedeutet christliche Botschaft, mit Hilfe der Gebote Zeugnis geben von Glaube und Liebe in der heutigen Welt. Beim Friedensgruß ging Kardinal Koch spontan auf den evangelischen Pfarrer zu.

Feierliches Orgelspiel, freudiger wie kräftiger Volksgesang und frohes Beten sowie einfühlsames Trompetenspiel gaben dem nachhaltigen und inhaltlich intensiven Gottesdienst ein besonders Gepräge, wobei das Kirchenlied „Ein Haus voll Glorie schauet“ wie eine raumfüllende Programmaussage in der gut besuchten Stiftskirche wirkte.

Bilder / Impressionen:

pontifikalgottesdienst
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22.05.2017
Johannes Schöbinger

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